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3/KLANG präsentiert aktuelle öffentliche Auftritte von Künstlern zugunsten des Projekts

Matinée um elf:

Sonntag 28.10.2018 

St.Margarethenkirche Basel

 


Konzertlesung “In dreihundert Jahren vielleicht” nach dem gleichnamigen Roman von Tilman Röhrig mit Sarah Bradey (Gesang), Stephen Delaney (Klavier) und Claudia Adrario (Text) 

Die Geschichte spielt im 30-jährigen Krieg, dessen Beginn sich 2018 zum 400.Mal jährt.

Ein kleines Dorf, irgendwo in Deutschland. Menschen, die längst nicht mehr wissen, wer Freund und wer Feind ist. Kinder, die im Krieg geboren sind und den Frieden nie gekannt haben, überlegen, wann denn Frieden sein wird… „In dreihundert Jahren vielleicht. - Die alten Soldaten sind dann alle tot – und neue gibt es einfach nicht!“  

Zur Konzert-Lesung schreibt Claudia Adrario:

Der Schauspieler und Schriftsteller Tilman Röhrig, der 1983 für seinen Roman „In dreihundert Jahren vielleicht“ den Deutschen Jugendbuchpreis gewonnen hatte, und ich lernten uns 1986 kennen.Mich faszinierte sein Buch direkt. Ein wichtiges Buch, weil es das Leid des Krieges für einzelne Menschen so nahe bringt und so spürbar macht.

Gemeinsam erarbeiteten wir die Konzert-Lesung:

Der musikalische Bogen spannt sich von Volksliedern aus dem 30-jährigen Krieg und einem geistlichen Konzert von Heinrich Schütz bis zu Brecht-Songs und Liedern von Gustav Mahler, die 300 Jahre später entstanden sind…In der Zeit also, in der gemäss dem Wunsch und der Vision der Kinder Frieden herrschen sollte. Die Realität aber wurde - wir alle wissen es - eine ganz andere.

1918 ging gerade die mörderische Schlachterei des ersten Weltkriegs zu Ende. Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg standen kurz bevor…

Heute, 400 Jahre nach Ausbruch des Dreissigjährigen Krieges, steht die Welt an einem Abgrund, in den niemand hineinschauen kann. Ausgeliefert an ein paar Mächtige, die die Berufsbezeichnung „Staatsmann“ nicht verdienen. Twitter-und Muskelspiele ersetzen politisches Denken und die Achtung vor dem  Menschen.              

Was bleibt? Die Hoffnung...                            

In eigener Sache:    Bei der Matinée in der Margarethenkirche vollziehe ich nun ganz bewusst und sehr freudig den „Seitenwechsel“: Ich übergebe „meinen“ Gesangspart an die junge irische Sopranistin Sarah Bradey, derzeit Mitglied von OperAvenir des Theaters Basel, und übernehme den Part der Erzählerin/Vorleserin.

 

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